22.05.2019, 20:00 — Obere Säle im Museum

Gesprächsforum im Museum

Referent: Prof. Dr. Ernst Seidl
Thema: Prekäre Objekte und politische Virulenzen
in den wissenschaftlichen Sammlungen

Programm

Seit den Diskussionen rund um das Konzept des Berliner Humboldt-Forums und nicht zuletzt vor dem Hintergrund der anhaltenden Debatten um Provenienzfragen aus NS-Unrechtszusammenhängen oder kolonialer Vergangenheit und dem Umgang mit problematischem Erbe – Stichwort „human remains“ – stellt sich nicht zuletzt für die Universität Tübingen mit ihrer überaus großen Zahl an wissenschaftlichen Sammlungen die Frage nach dem Umgang mit diesem Erbe.

Der Vortrag möchte die heterogenen Situationen in den Sammlungen erläutern und anhand einiger problematischer Objektlagen und Beispiele die Haltung des MUT bzw. der Universität auf diesen verminten Feldern skizzieren.

Professor Seidl studierte Kunstgeschichte, Volkskunde und Romanistik in Regensburg, Frankfurt am Main und Hamburg, wo er Stipendiat und anschließend Koordinator des Graduiertenkollegs „Politische Ikonographie“ war. Seine Magisterarbeit beschäftigte sich mit der Konzeption des neuen Musée d’Orsay in Paris. Nach seiner Promotion 1994 in Frankfurt zu den Grands Projets François Mitterrands war er Assistent am Kunsthistorischen Institut in Tübingen. Vor und nach seiner Habilitation im Jahr 2004 führten ihn seine Stationen in Rom, Paris, Heidelberg und Stuttgart wieder zurück nach Tübingen ans MUT.



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