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05.12.2018, 20:00 — Obere Säle im Museum

Gesprächsforum im Museum

Referent: Prof. Dr. Peter Pfälzner

Thema: Neue Entdeckungen in Mesopotamien:
Mardaman, eine Handels- und Residenzstadt der Bronzezeit.

Programm

Die Ausgrabungen der Universität Tübingen in Bassetki in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak haben zur Entdeckung eines assyrischen Keilschriftarchives geführt. Daraus konnte der Name der antiken Stadt erschlossen werden: Mardaman, eine Stadt, die in den mesopotamischen Quellen schon seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen ist. Durch die Ausgrabungen konnte die Entwicklung der Stadt von ihrer Gründung um 2800 vor Christus über ihre Rolle als Zentrum eines Königreiches bis zu Ihrer Umwandlung in eine Provinzhauptstadt des assyrischen Reiches nachvollzogen werden.

Peter Pfälzner kam schon während der Schulzeit im Bildungszentrum der Stadt Nürnberg mit Archäologie in Kontakt. Er studierte Altorientalistik, Klassische Archäologie sowie Ur- und Frühgeschichte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Freien Universität Berlin und promovierte in Berlin. Seine Dissertation hatte das Thema „Die Entwicklung der Keramik vom 14. bis zum frühen 11. Jhd. v. Chr. im nördlichen Mesopotamien“. Er war Lehrbeauftragter an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wo er sich mit einer Arbeit zum Thema „Haus und Haushalt. Wohnformen des 3. Jahrtausends v. Chr. in Nordmesopotamien“ habilitierte. 1995 schloss sich in Halle eine Privatdozentur an. 1996 wurde auf den Lehrstuhl für Vorderasiatische Archäologie an die Universität Tübingen berufen.


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